ADV Vertrag

ADV Vertrag 2017-01-05T14:02:09+00:00

Project Description

In vielen Bereichen der Datenverarbeitung entscheiden sich kirchliche Stellen, diese Aufgaben nicht selbst wahrzunehmen. Stattdessen machen sie von der Möglichkeit der so genannten Auftragsdatenverarbeitung Gebrauch. Sie schließen in diesem Zusammenhang mit einer anderen Stelle oder einer Person einen Vertrag, in dem die jeweilige Dienstleistung vereinbart wird. Dabei stellen sich regelmäßig viele Fragen zum Thema Datenschutz, da der Auftrag die Erhebung bzw. Verarbeitung von personenbezogenen Daten beinhaltet, so dass hierzu eine gesonderte Vereinbarung zu treffen ist. Die Anforderungen an diese Vereinbarung ergeben sich aus § 11 DSG-EKD.

Besonders wichtig ist die Beachtung folgender Punkte:

  • Die datenschutzrechtliche Verantwortung verbleibt bei der beauftragenden kirchlichen Stelle.
  • Der Auftragnehmer unterliegt den Weisungen und auch der Kontrolle der kirchlichen Stelle und hat bei der Durchführung der Datenverarbeitung keinen eigenen Ermessensspielraum.
  • Es dürfen nur Anbieter ausgewählt werden, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben und deren Server sich in einem Mitgliedstaat der EU befinden.
  • Die kirchliche Stelle muss den Auftragnehmer sorgfältig auswählen. Hierbei sind hohe Anforderungen an die Datensicherheit (technisch-organisatorische Maßnahmen) zu stellen.

Gemeinsam mit Vertretern aus den Gliedkirchen der EKD hat der Beauftragte für den Datenschutz der EKD zwei Musterverträge erstellt, um den kirchlichen Stellen die datenschutzkonforme Vertragsausgestaltung zu erleichtern. Gemäß § 11 Abs. 7 DSG-EKD können die EKD, ihre Gliedkirchen oder gliedkirchliche Zusammenschlüsse bestimmen, dass diese Muster-Vereinbarung verbindlich von allen kirchlichen Stellen verwendet werden muss. Von dieser Möglichkeit wurde bislang noch kein Gebrauch gemacht.

Mann unterschreibt ADV-Vertrag

Bildnachweis: Petra Bork  / pixelio.de

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