Über uns

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Über uns 2017-01-05T14:01:52+00:00

Warum kirchlicher Datenschutz?

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Die allem kirchlichen und staatlichen Handeln zu Grunde liegende Menschenwürde wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Eine Konsequenz ist das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Das bedeutet, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen kann, welche Daten über ihn erhoben werden. Somit muss beim Umgang mit personenbezogenen Daten auf deren Schutz geachtet werden.

Für die evangelische Kirche hat der Schutz der Daten von Gemeindegliedern und Mitarbeitenden und der Daten von Menschen, die kirchliche Einrichtungen in Anspruch nehmen, vor dem Hintergrund des kirchlichen Auftrags und des christlichen Menschenbildes von jeher eine besondere Bedeutung.

Die Einhaltung der Vorschriften zum Datenschutz obliegt im kirchlichen Bereich einer eigenen Datenschutzaufsicht.

Sie sehen: Datenschutz ist ein Thema, das uns alle interessieren sollte!

Wer oder was ist der BfD EKD?

Mit Wirkung zum 01. Januar 2014 hat der Rat der EKD Herrn Michael Jacob zum Beauftragten für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland berufen. Seitdem wird eine eigenständige Dienststelle „Der Beauftragte für den Datenschutz der EKD (BfD EKD)“ als unselbstständige Einrichtung der EKD aufgebaut.

Vor dem Hintergrund der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes zur Unabhängigkeit der Datenschutzaufsicht wurden mit der Novellierung des Datenschutzgesetzes der EKD zum 01. Januar 2013 die rechtlichen Grundlagen zur Neustrukturierung der Datenschutzaufsicht innerhalb der EKD geschaffen. Dabei entspricht es dem Willen der kirchenleitenden Gremien innerhalb der EKD, die Datenschutzaufsicht zukünftig gemeinsam für Kirche und Diakonie unter dem Dach der EKD wahrzunehmen.

Unser Auftrag ist rechtlich vor allem durch das Datenschutzgesetz der EKD (DSG-EKD) definiert. Einzelheiten finden sich in:

  • § 18 Rechtsstellung der Beauftragten für den Datenschutz
  • § 18 a Der oder die Beauftragte für den Datenschutz in der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • § 18 b Beauftragte für den Datenschutz der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • § 19 Aufgaben der Beauftragten für den Datenschutz

Strukturell enstammt die Idee eines „Dienstleistungszentrum“ dem Reformprozess „Kirche der Freiheit“ (2006).

Kirchenpolitisch hat die Kirchenkonferenz am 21. / 22.03.2012 beschlossen:

(…)
3. Sie strebt an, gemeinsam eine Neuorganisation des kirchlichen Datenschutzes vorzusehen.
4. Sie beauftragt das Kirchenamt im Rahmen der anstehenden Novelle des EKD-Datenschutzgesetzes unter Berücksichtigung der Aussprache hierfür einen Vorschlag für eine möglichst einheitliche Wahrnehmung des Datenschutzes zu unterbreiten.

Daraufhin hat der Rat der EKD beschlossen, die Datenschutzaufsicht auf Grundlage des vom Kirchenamt erarbeiteten Konzeptes neu zu organisieren und die Dienststelle „Der Beauftragte für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland“ zu installieren.

Mehrere Urteile des Europäischen Gerichtshofes sind der grundsätzliche Anlass zur Neustrukturierung des kirchlichen Datenschutzes gewesen.

Der BfD EKD nimmt die Datenschutzaufsicht für die EKD sowie alle Gliedkirchen und Zusammenschlüsse und Diakonische Werke wahr, die ihre Datenschutzaufsicht auf die EKD übertragen haben. Eine aktuelle Liste dieser Einrichtungen finden sie hier.
Der Beauftragte für den Datenschutz der EKD versteht sich mit allen Mitarbeitenden als Hüter von Privatsphäre und Menschenwürde.